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In Deutschland gehört die Investition in Aktienfonds zu den am weitesten verbreiteten Anlagearten. Knapp 9 Millionen Menschen in Deutschland halten Anteile an einem solchen Fonds (Stand: 2009) und die Zahl steigt weiter. Aus diesem Grunde stellt der Vergleich der Performance unterschiedlicher Investmentgesellschaften eine wichtige Aufgabe für viele Anleger an den Kapitalmärkten dar. Die Fondsanalyse sollte jedoch nicht nur die Rendite eines Titels im Blick haben, sondern weitere Kennzahlen miteinbeziehen können. Zu nennen wären in diesem Zusammenhang die Volatilität eines Fonds und die Art der Branche, in der das Fondsvermögen im Wesentlichen angelegt ist.

Die Volatilität bezeichnet Kursschwankungen, von denen Aktien innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wie etwa eines Jahres betroffen sein können. Zwar versuchen Aktienfonds im Rahmen der Diversifikation von Risiken diese Schwankungen zu minimieren, doch je nach Entscheidungsverhalten des Fondsmanagements können auch höhere Risiken angesteuert werden, um eine entsprechende Zielrendite zu realisieren. Aus diesem Grund sind Aktienfonds in Deutschland hinsichtlich ihrer Performance mindestens bei 5 Prozent pro Jahr positioniert, einzelne Fonds erreichen jedoch auch Renditen von 25 Prozent oder mehr (Stand: Mai 2011). Die Spitzenreiter im Feld können sogar zeitweilige Renditen bis zu 50 Prozent vorweisen.

Bei der Fondsanalyse ist deshalb die Rendite keinesfalls isoliert zu betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit den Risiken. Die Fondsanalyse sollte jedoch neben diesen leicht quantifizierbaren Daten berücksichtigen, ob der Fonds in einer Wachstumsbranche investiert ist. Immobilienfonds etwa konzentrieren sich auf nur eine Anlageklasse und können so leichter eine Outperformance erreichen, als dieses bei breiter gestreuten Fonds der Fall ist. Gerade bei den Technologiefonds jedoch konnten beispielsweise von einzelnen Vertretern im Jahr 2010 Renditen von 50 Prozent erzielt werden. Renditechancen in dieser Größenordnung sind jedoch auch immer mit entsprechenden Risiken verbunden, weshalb hohe Ausschläge nach unten nicht ausgeschlossen werden dürfen. Bei Fonds, die nur in einzelne Branchen bzw. Anlagesegmente investieren, ist bei der Fondsanalyse deshalb miteinzubeziehen, wie die eigenen Branchenkenntnisse in diesem Bereich sind und ob die Managementaktivitäten in diesem Bereich richtig beurteilt werden können. Weiterhin sollte bei der Fondsanalyse auch der Anlagehorizont berücksichtigt werden, d. h., ob die Zielrendite eher in einem kurzfristigen Zeitraum oder langfristig realisiert werden soll.

© Eisenhans – Fotolia.com

Kategorien: Wertpapiere